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Krank durch Schimmelpilze? Drucken
Schimmelpilze können sich auf folgende unterschiedliche Weisen gesundheitlich auswirken:

  • allergene Wirkungen – treten auf als Atemwegsallergie, Hautallergie, Lebensmittelallergie
  • toxische Wirkungen – bei sehr starker Konzentration sind Vergiftungserscheinungen nicht auszuschließen
  • Infektiöse Wirkungen – sie spielt vor allem bei immungeschwächten Menschen eine Rolle
  • Geruchsbelästigung – sie kann die Lebensqualität beträchtlich beeinflussen

Es ist eine Tatsache, dass ein signifikanter Zusammenhang zwischen Infektionskrankheiten, Allergien, Reizungen der Augen und Atemwege, sowie Müdigkeit und Gliederschmerzen etc.  und dem  Vorhandensein  von Bakterien und verschiedenen Schimmelpilzarten in Räumlichkeiten besteht. Ein besonderes Augenmerk sollte man in diesem Zusammenhang auf Kinder richten, die noch empfindlicher als Erwachsene reagieren und ihre Beschwerden oft nicht artikulieren können.

Die Sporen der Schimmelpilze gehören zu den wichtigsten Innenraumallergenen.



In einigen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass Bewohner  nach intensivem und langem Schimmelpilzkontakt nachweislich ein erhöhtes Gesundheitsrisiko haben. Schimmelpilze können sowohl körperliche Reaktionen auslösen, wenn sie in entsprechender Häufung auftreten, als auch giftige Verbindungen.

Typische Erkrankungen und körperliche Reaktionen sind:

  • Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege
  • Bronchitis
  • Atemnot
  • Husten
  • Fieber
  • Reizerscheinungen der Augen
  • Reizungen der Haut (Neurodermitis)
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • chronischer Erschöpfungszustand
  • Konzentrationsstörungen
  • Muskelschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • und Allergien

Es wurde ein um den Faktor 1,5 bis 3,5 höheres Risiko für Kinder, die in pilzbelasteten Wohnungen wohnten errechnet - im Vergleich mit Kindern in nicht mit Schimmelpilzen belasteten Wohnungen. Eine Studie konnte beispielhaft zeigen, dass eine erhöhte Raumluftkonzentration von Penicillium-Arten signifikant mit kindlichem Asthma bronchiale miteinander in Wechselbeziehung stehen.

Leider wird eine Schimmelpilzallergie nicht sofort erkannt, da es erst für wenige Schimmelpilze Extrakte für die Allergietestung gibt. Zu den allergischen Symptomen, die durch Schimmelpilze ausgelöst werden, zählen z.B. Rhinitis (heuschnupfenähnliche Symptome), Asthma und  allergische Alveolitis (Hypersensitivitätspneumonie). Diese können sich unmittelbar und innerhalb von Minuten nach Sporenkontakt oder erst nach 4 bis 8 Stunden bzw. 24 bis 48 Stunden entwickeln. Rhinitis- und Asthma-Anfälle treten innerhalb weniger Minuten nach dem Kontakt mit Schimmelpilzen auf. Das bedeutet, dass bei bereits sensibilisierten Personen auch geringe Schimmelpilzkonzentrationen, wie sie in niedrig belasteten Innenräumen vorkommen, ausreichend sein können, um allergische Reaktionen (z.B. Asthmaanfälle) auszulösen.
(Quelle - Schimmelpilz-Leitfaden Innenraumlufthygienekommission des Umweltbundesamtes Berlin)

Eine Schimmelpilzallergie ist eine Überempfindlichkeit auf die Sporen von Schimmelpilzen. Bei Kontakt mit menschlichen Schleimhäuten setzen die Sporen Substanzen frei, die bei dem Allergiker z.B. Fließschnupfen, Husten, Niesanfälle, Nesselfieber oder Asthma auslösen. Die wichtigsten, allergieauslösenden Schimmelpilze sind Aspergillus, Cladosporium und Alternaria.

Schimmelpilze wachsen überall dort, wo es feucht und warm ist und organische Stoffe zur Verfügung stehen. Sie sind praktisch überall anzutreffen. Bevorzugt befallen sie Lebensmittel, Papier, Tapeten, Stoffe und Pflanzen in Bad, Keller, Küche, Garten und sogar im Kühlschrank. Ein Schimmelpilz besteht aus einem Geflecht von Zellfäden, den sogenannten Hyphen. Die Sporen (Samen) der Pilze dienen zur Fortpflanzung und sind mikroskopisch klein. Sie schweben in der Luft und werden eingeatmet oder mit Nahrungsmitteln aufgenommen.

Diagnose

Eine Allergie gegen Schimmelpilze ist nur schwer zu erkennen. Der Patient sollte genau beobachten wann, wo und unter welchen Umständen seine Beschwerden auftreten. Hohe Sporenkonzentrationen in der Luft sind besonders von Mai bis Oktober zu verzeichnen. Einige Schimmelpilz-Arten setzen ihre Sporen tagsüber frei, andere dagegen nachts. In den Monaten Juni und August ist vermehrt mit Sporen von Alternaria und Cladosporium zu rechnen. Aufgrund der Symptome wird hier eine Schimmelpilzallergie von den Betroffenen leicht mit Heuschnupfen verursacht durch Gräser- oder Beifußpollen verwechselt.

Am häufigsten entsteht eine Schimmelpilzallergie durch das Einatmen der Sporen. Da aber auch viele Nahrungsmittel (Gemüse, Obst) bereits schimmelpilzhaltig sind oder aus schimmelpilzhaltigen Ausgangsprodukten hergestellt werden (Fruchtsäfte, Bier, Wein), müssen hochgradig allergische Patienten auch beim Genuss dieser Nahrungsmittel mit Beschwerden rechnen. Neben den oben genannten Symptomen kann sich das auch durch Migräne, Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen äußern.

Bestimmte Schimmelpilze, wie z.B. Stachybotrys atra, Aspergillus spp., Penicillium spp., Trichoderma, Paecilomyces können sehr potente Giftstoffe produzieren. Diese sind hauptsächlich in den Sporen enthalten und können unter bestimmten Umweltbedingungen leicht luftgängig werden. In neuesten klinischen Untersuchungen werden nun auch Zeichen einer inhalationsbedingten Intoxikation (= Vergiftung durch schädliche Einwirkung von mikrobiologischen und bakteriellen Giftstoffen) beschrieben.  Die sich daraus ergebenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Störungen stellten sich unter anderem durch extreme Müdigkeit und schwere Wahrnehmungsstörungen dar.
 
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